2015 Weihnachten in Usingen

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Artikel aus der Taunuszeitung vom 14. Dezember 2015

Weihnachtskonzert: Chor besinnt sich auf seine musikalischen Wurzeln

14.12.2015 VON TATJANA SEIBT

Es muss gar nicht immer "Rocking around the Christmastree "sein, um ein hervorragendes Weihnachtskonzert zu gestalten. Der Gesangverein Walther von der Vogelweide besann sich in diesem Jahr zum Konzert auf ausschließlich deutsche Lieder. Damit knüpft er an Tradition und Ursprung an.

„Als wir uns im September auf dieses Konzert im Bürgerhaus Michelbach vorbereitet haben, da lief uns der Schweiß den Rücken runter. Wir rissen also die Fenster auf und sangen voller Inbrunst Weihnachtslieder. Das hat uns schon irritierte Blicke eingebracht“, schickte Bernhard Salm dem Weihnachtskonzert voraus.

Dass der Gesangverein Walther von der Vogelweide garantiert am vergangenen Samstagabend keinen einzigen irritierten Blick erntete, sondern sich die Blicke voller Bewunderung auf den gastgebenden Chor richteten, da konnten die Sänger sicher sein.

Gut besucht war das Gotteshaus in dem der gemischte Chor Walther von der Vogelweide dieses Mal gemeinsam mit dem Cantate Kreis auf die Weihnachtszeit einstimmt. Es habe schon fast Tradition, war der zweite Vorsitzende Salm überzeugt, dass einer der ältesten Gesangvereine in Deutschland in der Adventszeit in der katholischen Kirche singe.

Doch Tradition alleine wäre sicherlich ein wenig langweilig, würde der Verein nicht immer wieder für Abwechslung und neuerliche Glanzpunkte sorgen. Und derer gab es in der Tat einige zu hören. Eine Besonderheit war sicherlich auch die Tatsache, dass sich alle Sänger in diesem Jahr auf deutsche Weihnachtslieder verständigt hatten. Und die kamen weder langweilig noch abgedroschen daher, sondern zeigten die große Bandbreite an besinnlichen und bewegenden Stücken, die die heimische Chorliteratur aufzubieten hat.

So gehört „Die Nacht ist vorgedrungen“ sicherlich zu den etwas weniger gehörten Stücken des Gesangvereins Walther von der Vogelweide, während „Tochter Zion“ hingegen ein echter Klassiker ist. Wie üblich dirigierte Jury Evstratov seinen Chor durch das Programm, während der Cantate Kreis unter der Regie von Bernward Bruchhäuser viel Applaus einheimste.

Ein Konzert vergleichbar mit einem Schokoladendominostein bei dem die unterschiedlich süßen Schichten abwechseln und das Ganze von einem herrlich braunen Zucker, im diese Fall eine Weihnachtsgeschichte gelesen von Sylvia Schwenk, umschlossen wird.

Würze brachten die Sologesangdarbietungen von Bettina Rathke-Schläfer, begleitet von Elena Evstratov am Klavier, und das Waldhornspiel von Kathrein Rathke in Kombination mit der Orgel.

Die Spenden, die der Gastgeber an diesem Abend sammelte, sind n komplett für die Arche in Frankfurt Griesheim bestimmt, die man bei der Hilfe für Kinder und Jugendliche unterstützen möchte.



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