2014 Vocal Ensamble

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Artikel aus der Taunuszeitung vom 28. September 2014

"...nur eine kleine Zeit"

Gut aufgelegtes Vocal-Ensemble begeistert Zuhörer

Die katholische St. Laurentiuskirche war Schauplatz für ein außergewöhnlich klangvolles Konzert des "Vocal Ensemble Frankfurt". Der Chor intonierte Werke von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert.

Usingen. Das Programm des Vocal Ensemble Frankfurt versprach unter dem Motto "...nur eine kleine Zeit" einen weiteren hörens- und sehenswerten Höhepunkt seiner langen Chorchronik. Die musikalische Abendfeier in der katholischen Laurentiuskirche, unter anderem mit Werken von Heinrich Schütz, Josef Gabriel Rheinberger, Helge Burggrabe und Richard Rudolf Klein, begeisterte ein überraschtes Publikum.

Die Sänger unter der Leitung ihrer langjährigen Dirigentin Monika Gößwein-Wobbe müssen zu den Spitzenensembles ihres meisterlichen Genres gezählt werden. Bereits beim Auftakt mit der Motette aus "Zwölf geistliche Gesänge 1657, WV 429 des Frühbarock-Komponisten, Heinrich Schütz, gefiel der Chor mit tadelloser Intonation und seinem homogenen Klangkörper. Mit jedem neuen Vortrag, es folgten Werke von Giovanni P. da Palestrina (Sicut cervus desiderat) und Josef Gabriel Rheinberger (op. 40, Psalmtexte Nr. 1-3) verstand es die brillant wirkende Dirigentin, die hervorragende Textverständlichkeit ihres Chores im Zusammenspiel mit einer natürlich wirkenden Phrasierung weiter zu steigern.

Ausdrucksvoll, aber unangestrengt präzise füllte das Ensemble die wunderbare Akustik der Laurentiuskirche mit dem Werk " Evening Service" des bereits zu Lebzeiten mit dem Ehrentitel "Orpheus britannicus" ausgezeichneten englischen Komponisten Henry Purcell. Das "Ave verum corpus" und das "Justorum animae" von William Byrd versprachen nicht nur ausdrucksstarke Stimmwärme, es wurde vom Ensemble auch in seiner klang- und stimmungsvollen Weise erfüllt.

Die Homogenität und Ausdrucksstärke des Chores blieb bis zum Schluss mit einem weiteren Werk von Josef Rheinberger Preis und Anbetung erhalten. Der Applaus des Publikums war ganz und gar verdient.



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